Rotatorenmanschettenruptur



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Als Rotatorenmanschette bezeichnet man die Sehnenplatte
(Gelenkkapsel des Schultergelenkes), welche aus den 4 Rotatoren gebildet wird. Diese Rotatoren bewegen und drehen den Oberarm im Schultergelenk (Rotation) und stabilisieren dieses.
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Risse bzw. Abrisse dieser Manschette entstehen in der Regel bei entsprechenden Unfallmechanismen.
Je jünger der Patient desto größer muss die Energie oder Gewalteinwirkung sein, um die Manschette
reißen zu lassen.
Bei degenerativ veränderten Manschetten oder Sehnen reicht jedoch ein deutlich geringer Kraftaufwand.
Auch wurde Spontanruptur bei erheblicher Degeneration beschrieben.

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Supraspinatussehne.
Der Abriss / Teilabriss dieser Sehne führt dazu, dass der Arm zwar
passiv
und mit entsprechenden Schmerzen, nicht aber
aktiv über etwa 60 Grad seitwärts angehoben werden kann.
Dies ist selbst dann nicht möglich, wenn vorher eine Schmerzausschaltung erfolgte.
Solche Risse oder Rupturen betreffen in der Regel nicht alle Manschettenanteile
sondern hauptsächlich die Sehne unterm Schulterdach , die sogenannte


Behandlung

Der Versuch, den Rotatorenmanschettenabriss konservativ zu behandeln, schlägt meistens fehl.
Lediglich kleine Risse können unter Umständen spontan abheilen.

Die Behandlung der Rotatorenmanschette heißt operativ.

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Es wird der Riss entweder mit kleiner Titanfadenanker oder durch direkte Naht beseitigt und die abgerissene Sehne an ihren eigentlichen Ursprungsort wieder angenäht. Die vollständige Funktion des Muskels der abgerissenen Sehne ist hierdurch wieder möglich. Je nach Größe des Abrisses kann die unter Umständen endoskopisch erfolgen.
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Ansonsten wird durch eine kleine - ca. 4 cm lange - Hautöffnung über dem Deltamuskel im Sinne
der „Mini-open-Technik“ die Manschette versorgt.
Auch hier kommen Titanfadenanker zur Anwendung. Diese schonenden Operationsverfahren ermöglichen es,
selbst ältere Patienten zu versorgen.
Mit der anschließenden frühmobilisierenden Nachbehandlung wird einer Einsteifung
der Schulter entgegengearbeitet.
Auch wird durch die operative Wiederherstellung der Gelenkanatomie die Entstehung einer
Schultergelenksarthrose vermieden, welche ansonsten unvermeidlich wäre.


Nachbehandlung

Auch hier wird eine individuell angepasste Frühmobilisation angestrebt.
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Eine Armschlinge muss jedoch für ca. 4 Wochen getragen werden, wobei aus
dieser heraus entsprechende Krankengymnastik erfolgt.

Eine Gipsruhigstellung ( sogenannte STUKA) ist nicht erforderlich.
Ca. 80-90 % der aktiven Beweglichkeit ist ca. 2,5 Monaten nach der Operation erreichbar.